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Amazonas Urwald, Menschen & Kultur

Ist Fliegen nur eine Umweltsünde?

Gedanken zur Nachhaltigkeit

Persönlich bin ich vom Fliegen fasziniert. Wenn ein A380 oder ein Jumbo-Jet abhebt erfasst mich jedes Mal ein unbeschreibliches Gefühl der Ehrfurcht, dass sich bei mir in Gänsehaut entlädt.

Ein Freund sagte mal: „Stühle fliegen nicht.“ - Aber doch! Mit einem Airbus 380 können sogar bis zu 850 Sitzplätze gleichzeitig in die Höhe aufsteigen. Faszinierend!

Und welche Distanzen in kurzer Zeit zurückgelegt werden können. Nur 10 Flugstunden trennen Mitteleuropa von Südamerika. Und plötzlich bist Du in einer ganz anderen Welt.

Es ist so schade, dass das Fliegen so viel Dreck macht und logischerweise deshalb in Verruf gekommen ist. Sehr bedauerlich ist es, dass sich Flugzeughersteller und Anbieter von Triebwerken nur sehr halbherzig um die Umweltverträglichkeit ihrer Technik bemüht haben. Mit Nachhaltigkeit hat das nichts zu tun.

Aber Nachhaltigkeit sollte man nicht nur auf den CO2-Ausstoß reduzieren. Nachhaltigkeit ist mehr als die Klimadiskussion und der Verzicht auf Flugreisen. Reisen kann zur Völkerverständigung in einer globalisierten Welt beitragen, zu Toleranz, zu internationaler Kommunikation, zur Bildung und zur Bereitschaft sich auf fremde Kulturen einzulassen. Auch mal die eigene Komfortzone verlassen bringt jeden von uns weiter. Dazu kommt, dass mehr als 100 Millionen Menschen weltweit vom Tourismus leben. Viele Familien, die ich kenne, leben von Fremdenverkehr und Urlaubern. Und das sehr nachhaltig und naturbewusst.

Trotz aller Bedenken, die auch mich immer wieder aufwühlen, plädiere ich dafür, den Tourismus kritisch unter die Lupe zu nehmen. Wie sozialverträglich sind die Reisen zusammengestellt? Wer profitiert von den Umsätzen? Welche Umweltfaktoren müssen beachtet werden, damit die Belastung der Natur auf ein Minimum reduziert wird? Wie kann die Umweltbelastung durch das Fliegen wenigstens etwas kompensiert werden? - Lösungsansätze wird man nicht auf Knopfdruck umsetzen können. Denn häufig hat man in den Zielländern der Reisen eine andere Sicht auf diese Dinge. Und wir sollten nicht in den Zielländern die Oberlehrer spielen. Sehr viel Sensibilität ist angesagt. Trotzdem muss was passieren.

Ein erster Schritt ist die CO2 Kompensationszahlung an eine Organisation, die sich um umweltschonende Techniken und Wiederaufforstung von Wäldern kümmert. Es ist zwar nicht die ultimative Lösung, aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Ebenso ist es sinnvoll die kleinen regionalen Anbieter zu unterstützen und nicht nur die dominierenden, internationalen Konzerne und Ketten des Tourismus. Bei den regionalen Anbietern sind meistens Familien die Verdiener. Das sollte unterstützt werden.

Deshalb gilt für unsere Reisen folgendes:

- Wenn die Flüge für unsere Reisen integriert sind, ist auch die CO2 Kompensationszahlung enthalten.

- In unseren Reisepaketen werden lokale Familienbetriebe vorzugsweise eingebaut.

- Wir stehen im Kontakt mit unseren lokalen Anbietern und bleiben im Gespräch über deren Wünsche und Vorstellungen.

Mir ist bewusst, dass unsere Reiseangebote kaum etwas für Schnäppchenjäger sind. Aber unsere Reisen werden zu fairen Konditionen angeboten. Preise und Kalkulationen werden bestimmt von den Interessen der …..

- Reisenden (Endkunden)

- Leistungserbringer (Hotels, Reiseleiter, Organisatoren vor Ort)

- Reiseveranstalter (Brasilien-Wege, AMAZONIEN.reisen)

- Atmosfair.de (angemessene Umweltverträglichkeits-Kompensation)

Persönlich finde ich, dass diese Interessen ausgewogen, fair und rücksichtsvoll berücksichtigt werden sollten. Denn nur, wer gut und respektvoll behandelt und entlohnt wird für seine Arbeit, ist motiviert sein Bestes zu geben für Deinen Urlaub. Ohne diesen Ansatz kann es kein nachhaltiges Reisen geben.

Mit den besten Wünschen für eine unvergesslich schöne Reise,

Harald

 
 
 
 
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